FreiRaum

weiblich * anders * wunderbar

Ich weise darauf hin, dass mein Blog Werbung enthält.


Goldene Zeiten

Als ich morgens um halb 8 das Haus verlasse, 

bin ich angenehm überrascht:

Nach tagelangem Regenwetter ist es heute morgen trocken.

Gemeinsam mit Koni machen wir uns auf den Weg nach Hamburg,

um goldene Zeiten zu finden.

Wir reisen mit der Bahn.

Mit ein wenig Verspätung kommen wir, so gegen halb 11, in Hamburg an.

Bei starkem Wind, aber ohne nass zu werden, erreichen wir unser erstes Ziel:

Die Geschäftsräume der Firma Privatsachen.

Endlich haben wir es geschafft, die Einladung zur Kollektionspremiere

wahrzunehmen. 

Koni und ich werden herzlich von Ana empfangen.

Sie führt uns durch die Geschäftsräume und zeigt uns die neue

Privatsachen-Kollektion "Goldene Zeiten".

Schnell ist das Schmuddelwetter vergessen.

Wunderschöne Farben und traumhafte Modelle lassen für uns die

goldene Sonne scheinen.

Wir suchen aus, probieren an und bestellen eine wundervolle Kollektion.

Der nächste Herbst wird goldene Zeiten in mein Umkleidezimmer bringen.

Darauf freue ich mich sehr.

 

Dann schauen wir beim Gastaussteller Lofina vorbei.

Die Modelle von Lofina gehören seit Jahren zu unseren Lieblingsschuhen.

Morten zeigt uns seine neue Kollektion und wir haben die Qual der Wahl.

Ich glaube, unsere Auswahl wird euch gefallen.

 

Jetzt kommt ein ganz besondere Teil des Tages:

Die Türen zu einem wundervollem Buffet werden geöffnet.

Wir werden herzlich von der Designerin Connyie Rethmann begrüßt.

Connyie ist eine Kleiderautorin und ihr Leben ist ihr Kleiderlabor.

Sie liebt auch das Spiel mit Worten.

Bei der Entwicklung von Kollektionsthemen verbindet sie ihre Leidenschaft

für Sprache und Literatur mit ihrem überschäumenden Talent als Designerin

für ungewöhnliche Formen, Muster und Farben.

Connyie macht keine Mode. Connyie macht Hochkulturkleider für Frauen, die sich billig nicht leisten wollen.

(Textausschnitte geklaut von der Privatsachen-Homepage)

 

Ich bin seit Jahren ein Fan von Connyie Rethmann.

Ich liebe ihre Kreativität mit ihrem stetigem Blick auf Nachhaltigkeit.

Ich habe mich riesig gefreut, Connyie persönlich kennenzulernen.

 

Das Buffet sieht fantastisch aus. Es gibt Ummanteltes, Zerbrochenes, Grünes, Gefülltes

und Früchte des Meeres und dazu Getränke wie Perlwein , lautes und leises Wasser und Brausen.

 

Nachdem Koni und ich lecker gegessen und getrunken haben, fahren wir mit der U-Bahn zur Messe Nordstil.

Jetzt hat uns der Regen doch erwischt, aber in den warmen Messehallen ist unsere

Kleidung schnell wieder trocken.

Die zahlreichen Messestände erschlagen uns fast.

Wir sind froh, endlich auf den Messestand von Ewa i Walla zu treffen.

Kim und sein Team zeigen uns die zauberhafte Ewa-Kollektion.

Es macht auch hier riesig Spaß, wunderschöne Teile für mein Umkleidezimmer auszusuchen.

 

Langsam fangen Koni und ich an zu schwächeln.

Wir laufen durch den strömenden Regen zur S-Bahn und fahren zum Hauptbahnhof.

Dort genießen wir noch ein Kaltgetränk und dann geht's zurück nach Osnabrück.

 

Trotz des Schmuddelwetters, war es ein herrlicher Tag.

Wir haben goldenen Zeiten gefunden und nehmen sie voller Freude mit nach Hause

und in mein Umkleidezimmer.

 

Susanne

 

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Auf all das, was noch kommt

Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende.

und es war nicht immer schön.

 

Seit Februar gibt es in Europa wieder einen Krieg.

Es werden Menschen getötet und die Umwelt wird zerstört.

Ich mag kaum drüber nachdenken, wie schrecklich das ist.

 

Dass wir jetzt energiesparender leben wollen, finde ich positiv. 

Jeder kann seinen kleinen Beitrag dazu leisten.

Dass, alles was wir zum Leben brauchen, teurer geworden ist,

kann uns zur Verzweiflung bringen.

Aber zum Glück sind wir nicht alleine und niemand wird uns fallen lassen.

 

Für mich war 2022 das schwierigste Jahr meines Lebens.

Das Finanzamt hat mir Felsen in den Weg gelegt und ich konnte

nur mit großer Mühe drübersteigen.

Auch im Privaten sind all meine Hoffnungen und Wünsche nicht in

Erfüllung gegangen.

 

2023 möchte ich neu durchstarten.

Mein Umkleidezimmer ist jetzt ausschließlich ein Onlineshop.

Zur Anprobe und zu kleinen Events könnt ihr mich allerdings sehr gerne besuchen.

 

In Kürze werde ich Kleidung von der Firma Pal Offner in mein Sortiment 

aufnehmen.

Die wunderschönen, außergewöhnlichen Ledertaschen kennt ihr ja bereits.

 

Mich beeindrucken die jungen Designerinnen Sabina Pal und Nele Offner und ihr tolles Team.

Die Designerinnen von PAL OFFNER entwerfen Kleidung und Accessoires ohne Grenzen

zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit.

Wir sollen uns in ihrer Kleidung und ihren Accessoires wohlfühlen aber nicht gewöhnlich fühlen.

Wir sollen unsere eigenen Grenzen definieren und selber entscheiden,

wie feminin oder maskulin wir uns kleiden möchten.

Das Geschlecht steht nicht über dem persönlichen Geschmack 

und gesellschaftliche Rollen regieren nicht über jeden Einzelnen.

 

Im Januar ist Orderzeit für den nächsten Herbst/Winter.

Ich werde für euch in Hamburg und in Düsseldorf außergewöhnliche Kleidungsstücke

einkaufen. Darauf freue ich mich schon.

 

Starten wir doch einfach mit Silbermond in das neue Jahr:

Auf in das Leben, das eine, das ich hab

Auf die Liebe, auf diesen Augenblick

Auf all das, was noch kommt

Auf keinen Fall zurück

Auf, auf

Aufatmen

Auftauen

Auftauchen

Aufräumen, aufbauen

Aufblühen

Aufstehen

Aufbleiben, aufdonnern, aufbrechen, aufdrehen,...

 

In diesem Sinne wünsche ich euch ein wunderschönes 2023!

Susanne

 

FreiRaum

weiblich # anders # wunderbar

 


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Der besondere Tag

Der 09. Dezember ist ein ganz besonderer Tag für mich.

Es ist der Tag, an dem ich zum ersten Mal Mutter wurde.

Ich war gerade 18 Jahre jung, als meine kleine Tochter das Licht der Welt erblickte.

 

Was gab es Getratsche und was gab es Gerüchte, als damals unser Dorf von meiner Schwangerschaft erfuhr.

Aber der junge Mann und das junge Mädchen hielten fest zusammen.

Sie wuchsen zusammen und trotzten jedem Sturm.

 

Inzwischen sind irre viele Jahre vergangen.

Wie oft habe ich gedacht, wie schön es ist, dass wir uns haben.

Leider blieb unsere Zeit nicht so, wie ich es mir von Herzen gewünscht hätte.

Die Stürme wurden stärker und die Kraft immer weniger.

Ich landete im Tal der Tränen.

 

 

Eine brasilianische Freundin sagte mir kürzlich: "Vergiss deinen Stolz und lass es so, wie es ist".

Doch ich werde niemals meinen Stolz verlieren, wenn es auch bestimmt nicht der einfachste Weg ist.

 

 

Heute, am 09. Dezember, denke ich daran,  wie alles begann und wie es zu Ende ging.

Der 09. Dezember gibt mir Kraft für einen Neubeginn.

Er gibt mir Kraft, ICH zu sein.

ICH, mit all meinen Fehlern,

ICH, mit meinem, nicht mehr jungen, Aussehen.

Einem ICH, dass einzigartig ist.

 

 

 

Ich werde wieder kreativ sein, ich werde euch und auch mich in wunderschöne Kleidung hüllen,

ich werde wieder lachen, wenn auch noch oft die Tränen siegen.

 

Vielleicht kennt ihr so eine schwierige Zeit? Vielleicht habt ihr auch einen besonderen Tag?

Vielleicht möchtet ihr mir eure Geschichte erzählen?

Ich werde sie gerne lesen: umkleidezimmer@web.de

 

Susanne

 

Freiraum

#weiblich #anders #wunderbar

 


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Setzt ein Zeichen...

Ja, ich bin eine Fußballfanin. 

Eine Fußballweltmeisterschaft war für mich, seit meiner Jugend,

immer etwas ganz Besonderes.

Die schönste WM war für mich die WM in Brasilien.

Gemeinsam mit brasilianischen Freunden konnte ich Spiele

in Brasilien live miterleben.

Gemeinsam mit meinem Mann war ich sogar im Stadion 

bei tollen Fußballspielen mit dabei.

Dass die WM 2022 in Katar stattfindet, hat mir von Anfang an nicht gefallen.

Ich hatte arge Zweifel, dass das der richte Ort dafür ist.

Meine Befürchtungen haben sich nicht nur bestätigt,

sie wurden sogar übertroffen.

In Katar werden Menschenrechte mit Füßen getreten und Homosexualität

wird unter Strafe gestellt.

Homosexuelle Menschen werden als geisteskrank betitelt.

Schon beim Bau der Stadien wurde der Tod tausender Gastarbeiter in Kauf

genommen.

 

Ich verstehe nur zu gut, dass alle Fußballer, die für diese WM nominiert wurden,

dieses Turnier spielen möchten.

Für viele ist es die einzige Chance in ihrem Leben, einmal Weltmeister zu werden.

 

Alle Mannschaften die bei diesem Turnier antreten, sollten unbedingt Flagge

zeigen. Sie müssen der Welt zeigen, dass Menschenrechte niemals

verletzt werden dürfen und dass Homosexualität so normal ist, wie Kaugummi kauen.

 

Erschreckend ist für mich, dass die Fifa (Internationaler Verband des Association Football)

den Spielern jetzt verbietet, ein Zeichen gegen Menschenrechtsverletzungen zu setzen.

Den Spielern wird verboten, eine Armbinde zu tragen, die sich gegen Rassismus ausspricht.

Beim Tragen der Armbinde könnten die Spieler mit einer Gelbe Karte bestraft werden.

 

Aus Angst vor der Gelben Karte haben die Mannschaften auf das Tragen der One-Love-Binde verzichtet.

 

Da lobe ich mir das Verhalten der iranischen Fußballmannschaft.

Als vor ihrem ersten Turnierspiel die Nationalhymne des Irans gespielt wurde, sangen sie nicht mit.

Ihre Münder blieben demonstrativ geschlossen.

Für diese vorbildliche Aktion der iranischen Fußballer, gegen Menschenrechtsverletzungen in ihrem Land,

werden sie wahrscheinlich hohe Strafen bekommen.

Vielleicht haben die Spieler mit dieser Aktion sogar ihr Karriereende in Kauf genommen.

 

Wie lächerlich klingt da doch die Angst vor einer Gelben Karte?

Und selbst, wenn die Mannschaften vom Turnier ausgeschlossen würde,

hätten sie ein wichtiges Zeichen gesetzt.

Ein Weltmeistertitel in so einem Turnier, ist leider nichts mehr wert, wenn man sich

von Rassisten erpressen lässt.

Bitte, liebe deutsche Nationalmannschaft, steht auf. 

Zeigt der Welt, dass Deutschland bunt ist und Rassisten keine Bühne gibt.

Lasst euch nicht einschüchtern und lasst euren Kapitän die One-Love-Binde tragen.

Setzt ein Zeichen!

Ansonsten könntet ihr euch über einem eventuellen Turniersieg niemals richtig freuen.

 

Susanne

 

FreiRaum

weiblich#anders#wunderbar

 


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Welttag der Toleranz

Am 16. November ist der internationale Tag der Toleranz.

Wir selber finden uns meistens tolerant.

Aber sind wir es wirklich?