FreiRaum

weiblich * anders * wunderbar

Ich weise darauf hin, dass mein Blog Werbung enthält.


War früher alles besser?

Immer öfter lese ich im Moment kleine Beiträge mit Fotos,

die uns sagen sollen, dass früher alles besser war.

 

Eigentlich wollte ich statt "Beiträge" lieber "Posts" schreiben, weil es

sich irgendwie besser anhört.

"Posts" ist allerdings ein neues deutsches Wort und nicht jeder

kommt mit neuen Wörtern klar.

Unser Wortschatz hat sich verändert, was ich eher

interessant als nachteilig finde.

 

Viele Menschen glauben, dass die Welt früher besser war als heute.

Nach Ansicht renommierter Wissenschaftler hat das aber

mit der Realität nicht viel zu tun.

 

In unseren Erinnerungen bleiben meistens die positiven Erlebnisse

hängen. Deshalb denken wir so gerne an früher.

Wenn wir allerdings genauer nachdenken,

fallen uns bestimmt auch negative Dinge von früher ein.

 

Zum Beispiel hat sich die Situation der Frauen verbessert.

Als meine Mama einen Führerschein machen wollte,

musste sie noch meinen Papa um Erlaubnis fragen.

Das wäre für uns heute unvorstellbar.

 

Vielleicht haben wir früher mehr draußen gespielt, als viele Kinder

heutzutage. Es gibt heute enorm viele interessante Dinge,

womit sich Kinder beschäftigen können.

Die neuen Medien, die Kinder heutzutage nutzen können,

sind nicht zu verachten.

Ich staune immer wieder, wie locker meine Enkelkinder

mit dieser Technik umgehen können...

und trotzdem spielen sie fast jeden Tag stundenlang

im Freien :)

 

Die Kriminalitätsrate ist in den letzten Jahren zurückgegangen.

Das Empfinden der Menschen entspricht häufig nicht der Realität.

Wahrscheinlich liegt das an der Berichterstattung der neuen Medien.

Im Internet erfahren wir viel mehr als früher.

So kann man den Eindruck bekommen, dass das Leben in Deutschland

heute gefährlicher sei als früher.

 

Schon als Kind, wenn die Alten erzählt haben,  dass früher alles besser

war, hat mich das genervt.

Die strenge Kindererziehung von früher sehe ich eher negativ.

Die Kinder wurden eingeschüchtert und waren verängstigt.

Aus diesem Grund mochten sie jahrelang nicht erzählen,

wenn sie in Sportvereinen oder Kirchen misshandelt wurden.

 

Heute werden Kinder viel selbstbewusster erzogen.

Das ist eine positive Entwicklung.

 

Meistens sind es ältere Menschen,  die pessimistisch werden und

mit Veränderungen und neuem Fortschritt hadern.

 

Veränderung und Fortschritt heißt für mich nicht:

Schneller, höher und weiter.

Fortschritt heißt heutzutage die Entwicklung umweltfreundlicher

Technologien und der respektvolle Umgang mit der Natur.

Heute müssen wir zurückschrauben, umdenken und Veränderungen 

annehmen.

 

 

Ich habe einige schöne Erinnerungen an meine Kindheit

und noch viel mehr an die Kindheit meiner Kinder.

Aber ob sie besser war, als die Kindheit meiner Enkel,

das möchte ich bezweifeln.

 

Wenn wir anfangen zu sagen zu schreiben und zu posten:

"Früher war alles besser",

dann sind wir pessimistisch und dann sind wir alt.

 

Susanne

 

FreiRaum

weiblich # anders # wunderbar

 

 


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Ein anderer Sommer

Es war ein anderer Sommer

Es war ein anderes Jahr

Kopfüber, seltsam

Nichts wie es war...

 

In diesen aktuellen Song von Silbermond

habe ich mich verliebt. 

Er ist zur Zeit fast täglich mein Ohrwurm.

 

Dieses Jahr ist auch für mich so anders.

Im März sind meine Eltern aus unserem Haus ausgezogen.

Sie wohnen jetzt in einer wunderschönen Seniorenanlage

in einem Haus mit 6 barrierefreien Wohnungen.

Ihre Wohnung haben sie sich liebevoll eingerichtet

und in ihrem kleinen Garten blühen bunte Blumen.

Ich freue mich, dass sie diesen Weg selbstständig

gegangen sind und dass sie so eine schöne

Wohnung gefunden haben.

Ich glaube, beide können dort, im Kastanienhof,

glücklich sein.

 

Auf einmal war ein Teil unseres Hauses leer und dann

kam Corona...

Da mein Umkleidezimmer geschlossen war,

hatte ich Zeit.

Zeit, um mich von alten Dingen zu befreien.

Zeit, für neue Ideen.

Zeit, um kreativ zu werden.

Zeit, unser Haus neu zu entdecken.

Zeit, um etwas Neues zu beginnen.

Kopfüber seltsam, nichts wie es war

 

In dieser Zeit kam mir die Idee,

Ferienzimmer einzurichten und mit meinem Umkleidezimmer

nach Hause zu ziehen.

Die Idee musste langsam wachsen, doch inzwischen

bin ich mir sicher:

Ende Januar 2021 wird mein Umkleidezimmer umziehen.

Genaueres werdet ihr noch erfahren :)

 

Blätter fallen wie Regen auf den kalten Asphalt

Immer noch immer Ausnahmezeit

Zugvögel am Himmel

Sag mir wie lange es noch bleibt

 

Es ist immer noch Ausnahmezeit, auch für mich.

Vor genau einem Jahr war ich in meinem Lieblingsland Brasilien.

Es war eine der schönsten Brasilienreisen, die ich je

erlebt habe. Gemeinsam mit lieben Freunden,

hatten wir eine traumhafte Zeit.

 

In diesem Jahr war ich nicht im Urlaub.

An eine Brasilienreise war gar nicht zu denken.

Ich vermisse meine brasilianischen Freunde

und den Urlaub in diesem wunderschönen Land

so sehr.

 

Zugvögel am Himmel

Sag mir wie lange es noch bleibt

2020 neu sortieren

Machen wir das Beste draus

Leicht gesagt

Maske auf, man sieht Liebe in Augen

Aber Frust eben auch

Was kostet die Freiheit?

Wo hört sie auf?

 

Ich kann nicht sagen, dass ich in der Corona-Zeit

Frust hatte, aber einige Dinge fehlen mir doch.

Der Verzicht auf fast alle kulturellen Veranstaltungen

fällt mir schwer. Ein wenig Freiheit kostet das schon.

An die Maske habe ich mich gewöhnt.

Ich sehe sie nur als kleines Übel.

 

Machen wir das Beste draus

Was für ein anderes Jahr 

Ich lehn' mich in die Zukunft

Bin dankbar, dass ich dich hab

 

Vor einem Jahr waren wir unsagbar traurig,

Meine Tochter hatte ihr Baby verloren.

Ihr ganz großer Wunsch ist nicht in Erfüllung gegangen

und wir mussten lernen, damit umzugehen.

Das war eine schwere Zeit für mein Kind.

Ich bin sehr stolz auf diese tolle Frau, dass sie

diese traurige Zeit aushalten konnte.

Ich bin dankbar, dass ich dich hab

 

Im November werden meine Tochter und ihre Frau

zum dritten Mal Mami und Mama.

Ich freue mich riesig auf mein achtes Enkelkind.

Und wenn ich nächsten Monat ganz spontan ein paar Tage

nicht im Umkleidezimmer bin, wisst ihr was los ist ;)

Ich lehn' mich in die Zukunft

 

 

Es war ein anderer Sommer 

Es bleibt ein anderes Jahr

(Dankeschön an Silbermond)

 

Susanne

 

FreiRaum

weiblich # anders # wunderbar

 


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Einfach was tun...

Moria ist ein riesiges Flüchtlingslager

auf der griechischen Insel Lesbos.

 

Moria war eigentlich für 2800 Menschen

vorgesehen. Jetzt leben zeitweise

sogar 20.000 Menschen dort.

 

Leben kann man das nicht nennen.

In Moria hausen Menschen unter

schwierigsten Bedingungen.

Unter ihnen sind Kinder, die sich alleine

durchschlagen müssen.

 

Für mich als Mutter und als Oma ist

das kaum vorstellbar.

 

Die Menschen sind geflüchtet, so wie damals

meine beiden Omas mit ihren Kindern

aus Ostpreußen geflüchtet sind.

 

Zum Glück gab es damals Menschen, die 

meinen Omas und Eltern geholfen haben.

 

Meine Oma hat sogar Jahre später selber

für Menschen gesammelt, die ohne Hab und Gut

in unserem Wohnort angekommen sind.

 

Ich wurde ohne Rassismus erzogen.

Für mich waren schon immer alle Menschen gleich.

 

Ich habe das Glück, dass ich in einem Lande geboren

wurde, indem es schon lange keinen Krieg

mehr gibt.

Kein Mensch muss hier in Deutschland

Hunger leiden. 

 

Trotzdem lese ich fast jeden Tag im Internet

erschreckende Kommentare von Deutschen.

Die Kommentatoren stören sich an den

hilfebedürftigen Menschen in Moria.

 

Sie schreiben, dass Deutschland sich lieber um die

deutschen Rentner, anstatt um die Menschen

in Moria kümmern muss.

Ich kenne viele deutsche Rentner, die mindestens

einmal im Jahr in den Urlaub reisen können. 

Sie wohnen in gut klimatisierten Wohnungen

mit warmen Wasser zum Duschen.

 

Außerdem muss ich immer wieder lesen,

dass unsere Politiker und sogar ich,

selber Flüchtlinge aufnehmen sollen.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich sogar schon daran gedacht,

hilfebedürftige Menschen bei uns aufzunehmen.

Aber wenn ich auch Platz habe, fehlt mir die Zeit, mich um die

Menschen zu kümmern. 

Die Menschen aus Moria brauchen erstmal ganz viel

Unterstützung, um in diesem fremden Land

auf die Beine zu kommen.

 

Den Menschen aus Moria können wir nur gemeinsam,

helfen. Wenn viele mit anpacken, kann das doch nicht

so schwierig sein.

Helfen solltet keine Last, sondern eine Freude 

sein.

 

Ich habe heute ein großes Paket gepackt.

Ein Paket mit Pullis, T-Shirts, Jeans,

Kinderschuhen, usw. aus meinem Laden.

Das Paket habe ich Menschen geschickt,

die sich um Flüchtlinge kümmern.

 

 

Mir hat diese Aktion gut getan

und ich hoffe, dass meine

klitzekleine Unterstützung

ein paar Menschen Freude bereiten kann.

 

Einfach mal tun ...

könnte ja gut werden :)

 

Susanne

 

FreiRaum

weiblich # anders # wunderbar

 

 

"Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten,

die viele kleine Dinge tun,

können das Gesicht der Welt verändern".

(Sprichwort)

 


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Magnolia Pearl

Vor einigen Wochen habe ich beim Surfen im Internet

ein interessantes Mode-Label entdeckt.

Ich war sofort von der außergewöhnlichen Kleidung

Magnolia Pearl beeindruckt.

 

Vor über 20 Jahren startete Robin Brown in Texas mit der

Marke Magnolia Pearl, indem sie Taschen

aus antiken Stoffen von Hand fertigte.

Die außergewöhnlichen Stoffe bekam sie von ihrer Oma geschenkt.

Ihre Handwerkskunst und ihre Ideen kamen so gut an,

dass Robin damit anfing, auch Kleidung

und andere Accessoires zu entwerfen.

 

Ihre Entwürfe zeigten die Schönheiten und Romantik aus früheren Zeiten.

Oft werden antike Spitzen oder Stoffe mit verarbeitet.

Es ist keine Massenproduktion, sondern nachhaltiges Handwerk.

Robin entwirft jedes Muster selber

und sobald sie zufrieden ist, wird eine kleine limitierte Edition produziert:

Zur Zeit sind es 5 – 10 neue Teile pro Woche.

 

Magnolia Pearl verwendet nur natürliche Materialien wie Baumwolle,

Leinen, Wolle und Seide.

 

Einige Kleidungsstücke sind kunstvoll gealtert.

Sie werden mit Flicken versehen und ihre abgenutzten Ränder

oder kleinen Löcher geben den Kleidern einen Flair

von alten Lieblingsstücken.

Alle Kleidungsstücke von Magnolia Pearl

sind zeitlos und lassen sich wunderbar kombinieren.

 

Nächste Woche wird die erste Lieferung von

Magnolia Pearl aus Texas

im Umkleidezimmer eintreffen.

 

Ich freue mich schon riesig auf das erste Paket

und ich denke, dass  Magnolia Pearl

euch, genauso wie mich,

begeistern wird.

 

Susanne

 

FreiRaum

weiblich # anders # wunderbar

 

 


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Welttag der Toleranz

Am 16. November ist der internationale Tag der Toleranz.

Wir selber finden uns meistens tolerant.

Aber sind wir es wirklich?